Fitage: Seniorenhandy-Hersteller kurz vor Insolvenz

Sonntag, 26. September 2010

Der Mannheimer Hersteller von Seniorenhandys Fitage hat einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren gestellt. Ein Insolvenzverwalter wurde ebenfalls berufen. Das Unternehmen befindet sich kurz vor der Veröffentlichung von neuen Geräten für Ortung und Sicherheit.

Das Insolvenzverfahren um Fitage, dem Spezialisten für Seniorenhandys, soll klären, in wieweit Möglichkeiten zur Sanierung und Weiterführung des Unternehmens bestehen. An Anfragen von Investoren soll es offenbar nicht mangeln. Die Chancen für eine Übernahme durch andere Firmen stehen laut der Annahme des vorläufigen Insolvenzverwalters gut. Zum einen könnten einzelne Marken von Fitage oder auch spezifische Geschäftsbereiche übernommen werden.

Innerhalb der Führung von Fitage ist man sich einig, dass man das Insolvenzverfahren produktiv nutzen wolle.

Fitage ist schon seit über 10 Jahren im Bereich Mobiltelefone tätig. Der Schwerpunkt war besonders auf die Zielgruppe Senioren und pflegebedürftiger Menschen ausgerichtet. Die unter dem Namen Big Easy lancierten Seniorenhandys stehen für solide und zielgruppengerechte Technik. Im Jahr 2007 erhielt Fitage den Innovationspreis des Bundeslandes Baden-Württemberg für seine Seniorenhandys.

Das Insolvenzverfahren trifft das Unternehmen eher ungünstig, denn für Ende 2010 war die Markteinführung von neuen Ortungsgeräten für Demenzkranke geplant. So sollen diese Menschen mit Handicap mit Hilfe der von Fitage entwickelten Geräte per Knopfdruck geortet werden können. Gleichzeitig wird eine Servicezentrale über einen plötzlichen Ortswechsel informiert und schlägt gegebenenfalls Alarm.

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